Speed Flying

Unter Speed Flying, Speed Riding bzw. Speedriding versteht man eine ganz spezielle Form / Art des Gleitschirmfliegens, die in der Regel und zum größten Teil im Winter ausgeübt wird. Um Speed Flying richtig betreiben zu können, verwendet man Gleitschirme, die sich durch eine sehr kleine Fläche auszeichnen. Dies ist von großer Wichtigkeit, da in diesem Zuge eine höhere Geschwindigkeit erreicht werden kann. Meist weisen die Schirme eine Fläche zwischen 8 und 14 Quadratmeter auf und können infolgedessen Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h erreichen.

Je nach Vorliebe und Geschmack des jeweiligen Piloten kann in unterschiedlichen Facetten geflogen werden – so beispielsweise in kleinen Hüpfern bis zum nächstgelegenen flacheren Gelände oder auch in steileren Abschnitten, die sich durch einen dementsprechend geringen Bodenabstand auszeichnen. Was die erstere Variante betrifft, so sollte der jeweilige Pilot mit einem passenden „Fahrwerk“ ausgestattet sein. Dies erweist sich vor allem für die schnelle Bewegung am Boden als äußerst dienlich. Ratsam hierfür sind u.a. Skis – dadurch erklärt sich auch der Umstand, weshalb Speed Flying, Speed Riding bzw. Speedriding vorzugsweise im Winter ausgeübt wird. Im Falle eines stärkeren Windgangs (in etwa ab 60 km/h) besteht auch die Möglichkeit, sogenanntes „Soaring“ zu betreiben. Darunter versteht man die Chance, mit einem Gleitschirm im Hangaufwind an Höhe zu gewinnen.

Aufgrund der Tatsache, dass im Rahmen von Speed Flying, Speed Riding bzw. Speedriding spezielle Schirmtypen eingesetzt werden, explizite Flugleistungen zur Anwendung kommen und eine Berg- bzw. Hangnähe vorhanden ist, wird diese Form des Gleitschirmfliegens oft als Wiederaufleben des sogenannten Bergfliegens aus den 80er-Jahren – nur in moderner Hinsicht – gesehen.

Heutzutage ist es bereits üblich, die Gleitschirme auch für den Fußstart zu verwenden. Hierbei sei jedoch festgehalten, dass sich ein Fußstart aufgrund der äußerst hohen Startgeschwindigkeit als sehr gefährlich erweist; aus diesem Grund ist ein sogenannter Fußstart ausschließlich geübten Profis vorbehalten. Da jedoch der Fußstart immer mehr an Bedeutung und Beliebtheit gewinnt, hat auch der Markt für Speed Flying, Speed Riding bzw. Speedriding reagiert und sich auf die veränderten Umstände optimal eingestellt: In diesem Sinne produzieren einige ausgewählte Hersteller ganz spezielle Modelle von Gleitschirmen, die es auch Laien möglich machen, einen Fußstart zu vollziehen.

Im Hinblick auf die Ausbildung von Speed Flying, Speed Riding bzw. Speedriding sei angemerkt, dass es sich hierbei auf den ersten Blick um keine klassische Luftsportart handelt. Trotz dieser Gegebenheit ist es essentiell, die Bedienung eines sogenannten Speedschirmes zu beherrschen.

Die rechtlichen Bestimmungen in Deutschland haben noch keine allgemeine und offizielle Gültigkeit. Demnach ist Speed Flying, Speed Riding bzw. Speedriding nicht zulässig und faktisch verboten. In Österreich hingegen ist das Betreiben von Speed Flying, Speed Riding bzw. Speedriding zulässig – dies jedoch nur mit einer legalen Gleitschirmlizenz.